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Feuchtemessung bei der Reisproduktion

Etwa 50 % der weltweiten Rohreisproduktion wird parboiled. Bei diesem Verfahren wird das Reiskorn noch in seiner Schale gedämpft oder gekocht und dann getrocknet. Durch das Messen der Feuchte im Reis während der Trocknung kann die zum Trocknen erforderliche Energie deutlich reduziert und zugleich der Ausschuss verringert werden.

Im Rahmen der Verarbeitung wird der Reis zunächst eingeweicht, um den optimalen Feuchtegehalt zu erreichen, der üblicherweise bei etwa 30 % liegt. Der Reis wird dann bis zum Erreichen eines Feuchtegehalts von ca. 38 % gedämpft oder gekocht. Abschließend wird der Reis auf einen Feuchtegehalt von 12 – 14 % getrocknet, um ihn auf die Lagerung oder Weiterverarbeitung zum Beispiel durch Mahlen vorzubereiten.

Wegen der Änderungen des Feuchtegehalts beim Parboiling muss der Trocknungsprozess präzise kontrolliert werden, damit der Reis bei der Entladung aus dem Trockner den angestrebten Zielfeuchtewert aufweist. Wenn die Zielfeuchte falsch ist, können die Reiskörner beim Mahlen/Schälen brechen, während ein zu hoher Feuchtegehalt nach dem Polieren zu Farbvariationen führt. Beides verursacht Ausschuss und unnötige Kosten für den Hersteller.

Einsparungen

Die Kostenvorteile durch die Montage eines Hydronix-Sensors ergeben sich in zwei Hauptkategorien:

Ausschussreduzierung:

Beispiel: Ein Trockner, der alle 12 Stunden 16.000 kg Reis verarbeitet und im 2-Schicht-Betrieb fünf Tage pro Woche läuft, produziert 160.000 kg Reis pro Woche. Durch den Einbau eines Feuchtesensors könnte die Ausschussmenge gebrochener oder verdorbener Reiskörner um 2.5% = 4.000 kg pro Woche reduziert werden. Der aktuelle Marktpreis von Reis (per Juni 2016) beträgt 417 USD pro Tonne, eine solche Reduzierung der Menge an Ausschussreis würde also 1,668 USD in nur einer Woche oder – bei einem Produktionsjahr mit 48 Wochen – insgesamt 80.064 USD einsparen.

Energieeinsparungen:

Ein richtig montierter Sensor misst den Feuchtegehalt des aus dem Trockenturm entladenen Materials mit einer Genauigkeit von +/– 0,5 %, erlaubt also eine präzisere Steuerung des Trockners. Die Trocknersteuerung in Echtzeit stellt sicher, das der Trockner schnell reagieren kann. Dadurch steigt die Energieeffizienz.

Die Installation eines digitalen Hydro-Mix XT -Feuchtesensors von Hydronix im Trocknungsprozess ist ganz einfach und garantiert dem Produzenten unmittelbare Kostenreduzierungen. Der Sensor kann in neue oder vorhandene Systeme eingebaut werden. Dabei ist auf einen konsistenten Materialfluss über die Messfläche zu achten. Ein Beispiel für eine typische Montageposition des Sensors ist beispielsweise ein Förderer, der den Reis zum Trockner transportiert. Er ermöglicht die Berechnung der richtigen Energiemenge, um den Feuchtegehalt im Reis auf den Zielwert zu senken. Alternativ und in Abhängigkeit von den Anforderungen des jeweiligen Herstellers kann der Hydro-Mix auch am Ausgang des Trockners platziert werden, um den richtigen Feuchtegehalt im Reis vor dessen Weiterverarbeitung oder Lagerung zu verifizieren.

Die digitale Messtechnik von Hydronix macht den Sensor sehr robust und sorgt für lineare Messergebnisse. Der Sensor muss deshalb nur einmal bei seiner Montage kalibriert und anschließend im Rahmen des üblichen Qualitätssicherungsprogramms des Herstellers geprüft werden.